Mittwoch, 3. Februar 2016

Video: Im Zick-Zack durch die Anden

 




Unser nächstes Ziel war Alausi, ein verschlafenes Nest an der Bahnlinie in Richtung Süden. Dort ist der Ausgangspunkt einer als spektakulär beschriebenen Bahnstrecke zur "Teufelsnase" (Nariz del diablo)..
Auf dem Weg dorthin liegt Ecuadors höchster Berg, der Chimborazo und wir hatten Glück: Seine Majestät zeigte all seine Schönheit, ohne sich in Wolken zu hüllen. Da zückten sogar Busfahrer und Schaffner ihr Telefon, um dies zu dokumentieren.
Gleich morgens um 8:00 bestiegen wir den Touristenzug in Alausi. Im Zick-Zack ging es bergab, zweimal änderte der Zug die Fahrtrichtung. Karge Gebirgslandschaft, von einem schwefelfarbenen Bächlein durchflossen, begleitete die Fahrt. 1000 Höhenmeter tiefer erfreuten uns junge Ecuadorianer mit einer folkloristischen Show, wir genossen eine Tasse Schokolade. Nach einer halben Stunde Rückfahrt hatte uns Alausi wieder. 

Video:

Montag, 1. Februar 2016

Fahrradtour bergab






Am letzten Tag in Baños liehen wir uns Fahrräder und folgten stadtauswärts der Schlucht des Rio Pastaza. Immer wieder überspannten Drahtseile den Fluss. Hier wird dem Canopy-Sport gefrönt. Der  Tourist wird an Körper und Beinen an Rollen fixiert und gleitet dann wie ein Vogel unter dem Seil auf die andere Seite der Schlucht. Wir beließen es beim gemütlichen Fahrradfahren, zum Glück meist bergab. Schließlich erreichten wir einen spektakulären Wasserfall. Das Wasser stürzte lärmend in einen Felsentopf und erreichte schaümend den Rio Pastaza.

Sonntag, 31. Januar 2016

Baños - das Baden-Baden Equadors





Der Nachtbus hat uns aus dem Amazonastiefland in die Anden nach Baños gebracht. Das Städtchen schmiegt sich idyllisch an die Bergriesen. Thermalwasser gibt es hier bis zum Abwinken. Und außerdem jede Menge Outdoorsport. Heute haben wir uns Berg wandern ausgesucht.

Samstag, 30. Januar 2016

Guyabeno - Dschungelcamp







Kaum waren wir aus Galapagos zurück, organisierten wir schon unseren nächsten Trip. Diesmal Richtung Osten, nach Guyabeno in die Regenwaldregion Ecuadors. Wie weit die Zivilisation schon vorgedrungen ist, merkten wir bei der Anfahrt. Nach der letzten größeren Siedlung, Lago Agrio, fuhren wir zwei Stunden mit dem Bus über holprige Landstraßen und dann noch einmal drei Stunden mit dem Motorkanu.
Unsere Unterkunft war etwas komfortabler als die bei RTL und wir mussten keine ekligen Aufgaben erfüllen, sondern erkundeten den Dschungel unter fachkundiger Führung. Mit der aufgehenden Sonne begann unser Programm zu Fuß oder per Kanu und endete erst nach einer abendlichen Wanderung im Dunkeln. Auf engen Pfaden entdeckten wir Spinnen, Grillen, Ameisen und Schlangen. Diego, unser Guide; entschlüsselte für uns den Dschungelsound und erkannte sofort jeden Interpreten. Mit scharfem Adlerauge entdeckte er für uns die Tiere in den Bäumen des Flussufers,  die uns Stadtmenschen sonst verborgen geblieben wären. Unsere persönlichen Höhepunkte waren die Beobachtung von Ameisenbären und Flussdelphinen.

Sonntag, 24. Januar 2016

Video: Erinnerungen an Galapagos


Wir entdeckten das Galapagos-Archipel durch Insel-Hopping. Viele Tier- und Pflanzenarten sind tatsächlich auf einzelnen Inseln endemisch. Wir konnten  das Erstaunen des guten alten Darwin gut nachvollziehen. Das Video zeigt was wir erlebt haben:



Galapagos - verzauberte Inselwelt












Eine Reise durch Ecuador ohne einen Abstecher nach Galapagos? Undenkbar!
Also durchstreiften wir die Reisebüromeile Quitos auf der Suche nach einem günstigen Angebot.  Schlussendlich fanden wir es im Tourbüro unseres Hostels. Manchmal liegen die guten Dinge direkt vor der Haustür. Flugs buchten wir einen Flug über eine deutsche Internetseite und es konnte losgehen.
In San Cristóbal angekommen,  kam uns das Schiff irgendwie bekannt vor. Und tatsächlich erfuhren wir während der Reise, dass es das gleiche Schiff war, mit dem wir vor drei Jahren durch Patagonien geschippert waren. Es wurde mittlerweile nach Galapagos verkauft.
Die Santa Cruz nahm Kurs auf die östlichen Inseln. San Christobal, Santa Fe, South Plaza, Santa Cruz und Española standen auf dem Programm. Wir wurden in kleine Gruppen zu je 15 eingeteilt und mit Zodiacs an Land gebracht. Dort erwarteten uns Seelöwen, Leguane in allen Schattierungen, diverse Seevögel und Schildkröten. Da die Tiere nie gejagt wurden und den Menschen nicht als Feind betrachten, zwinkerten sie müde mit einem Auge und ließen sich ansonsten nicht weiter stören beim Sonnenbaden, Fressen oder Nesten.
Zum Schluss mieteten wir uns noch auf Isabella ein und bestiegen den Vulkan Sierra Negra und die benachbarten Aschekegel des Vulkan Chico. Leider begrüßten uns die Herrschaften mit Nieselregen und hüllten sich in Nebelschwaden. Aber so machte wenigstens der Nebelwald seinem Namen alle Ehre.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Quilotoa - Wanderung um den Kratersee


Rast am Kratersee

Mühsam geht es bergauf

Heilpflanze die auf 4000 m wächst

 Auf 3.600 m Höhe liegt der schönste Kratersee Ecuadors: Quilotoa. Der Durchmesser beträgt 3 km und sportlich Ambitionierte können ihn auf einem 12 km langen Weg auf dem Kraterrand umrunden. Hierbei sind 300 Höhenmeter zu überwinden und es geht immer bergauf und bergab.
Also schnürten wir um 7 Uhr morgens unsere Wanderschuhe, cremten Gesicht und Hände sorgfältig mit Sonnencreme Faktor 50 ein, bestückten den Rucksack mit genügend Wasser und es warteten auch schon Bergführer und Auto. Für die 64 km bis zum Ausgangspunkt brauchten wir auf der Serpentinenstrasse zwei Stunden und los ging es.
Es hatte die ganze Nacht geregnet, aber für uns rissen die Wolken auf und der See zeigte sich in unterschiedlichen Schattierungen von grün und blau. Der Weg ist technisch einfach, aber aufgrund der Höhe brauchten wir bergauf immer mal wieder eine Verschnaufpause.
Nach guten 5 Stunden hatten wir es geschafft.